Sexuell verfügbar | Caroline Rosales

Sexuell verfügbar Ullstein

Von Caroline Rosales

Es wird viel geredet über die patriarchalisch geprägte sexistische Gesellschaft, doch selten über den Nährboden, der das Wachstum solcher männlich-dominierten Machtstrukturen begünstigt.

Caroline Rosales erzählt nah an ihrer eigenen Geschichte, wie bereits kleine Mädchen darauf konditioniert werden, lieb und höflich zu sein und dem Onkel doch ein Küsschen zu geben. Und wie aus diesen Mädchen Frauen werden, die mehr auf das Gegenüber achten als auf sich selber. Das müssen wir ändern. Denn es gibt viele Grauzonen zwischen unserer Erziehung, Missbrauch und Feminismus. Hier werden sie beleuchtet.

Youtube

Caroline Rosales: Sexuell verfügbar

„Mann will immer irgendwas von einer Frau zu einem gewissen Zeitpunkt ihres Lebens. Vielleicht will der Onkel, wenn sie klein ist, ein Küsschen, in der Pubertät wollen die Jungs Sex von ihr – das bleibt dann sehr lange so – irgendwann wollen die Männer Kinder von ihr, die Gesellschaft auch, und im Alter wollen sie dann immer noch ewige Schönheit.“



Alpha

Auszug aus dem gleichnamigen Kapitel in Sexuell verfügbar

„Meine Nerven beruhigen kann auch hier wieder nur der Männlichkeitsforscher Christoph May. Er sieht das Ganze wesentlich optimistischer. #metoo hat, so findet er, endlich das gesellschaftliche Tabu gebrochen, kritisch über Männlichkeit zu reden, Männer in die Verantwortung zu nehmen und ihre Macht und Privilegien infrage zu stellen. Ausnahmslos jeder Mann müsse sich jetzt dazu verhalten. Schon damit sein Werk in Zukunft überhaupt eine Rolle spiele.

Die meisten Männer befürchten zu Recht, so May, dass ihre Filme und Bücher bald nur noch unverständiges Kopfschütteln auslösen werden. Es sei also höchste Zeit für einen Film- und Literaturkanon, der von Frauen dominiert werde (#DieKanon)! Es gebe einen Grund, weshalb Virginia Woolf noch immer hochaktuell ist und so gar nicht aus der Zeit gefallen wirkt. 100 Jahre Aufklärung und (Selbst-)Kritik der feministischen Bewegung würden den Männern noch bevorstehen.“


„Aufklärung ist meine Nr. 1 in gesellschaftlichen Fragen und genau das findet in diesem Buch statt. Hier geht es um die Feinheiten. Für mehr Bewusstsein, mehr Sensibilität, mehr Selbst-Erkenntnis und -Bestimmung. Gut für mich – gut für alle.“

Inga Humpe


Hunger Games

Das zweite Kapitel als Vorabdruck in der Berliner Morgenpost

„Das heißt in der Praxis, mit dem Gong in die Garderobe zu gehen, eventuell Schubser oder Grapschereien seitens der Jungs zu ertragen. Die beliebten Mädchen lachten mit, wenn sich ein Junge traute, dir in den Schritt zu fassen.

Diesen Spießrutenlauf hinter sich gebracht, ging es auf den Schulhof, möglichst in die letzte Ecke hinter dem Spielhaus, da fielen Angelika und ich am wenigsten auf. Das konnte gut gehen, solange man nicht hier wiederum vor das Zielfernrohr der Jungs geriet.

„Aha, Caroline, was macht ihr denn da?“

Hörten wir diesen Satz, war das unschöne Ende der Pause vorprogrammiert. Mützen wurden vom Kopf gerissen, die Butterbrotdose ins Gebüsch geschmissen. Dann noch mehr unerlaubtes Anfassen. An die Brust. Zwischen die Beine.

Ich glaube, der Aufsichtslehrer klönte in der Zeit mit den Kollegen in der Raucherecke. Heute würde man von Mobbing, von sexueller Nötigung unter Schülern sprechen. Es würde Elterngespräche geben, vielleicht sogar ein Disziplinarverfahren gegen die Jungs, der Schulpädagoge immer auf Abruf.

Damals hieß das Dienstag. Rückblickend geht es mir hier nicht nur um das Verhalten der Jungs, einer Gruppe kleiner sechsjähriger Jungs, es geht mir vor allem um ein Mindset, um eine allgemeine Geisteshaltung, die mein Leben als Mädchen und junge Frau prägen sollte.“

HUNGER GAMES


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