FrauenHass bei Gauland · Weiß, Männlich, Hinterwald · Laurie Penny · Heather Heyer · Bitch Doktrin · Han Solo Shot First

Harry, Kellar was an American magician who presented large stage shows during the late 1800s and early 1900s. Kellar was arguably the predecessor of Harry Houdini. Photo by trialsanderrors [Public domain], via Wikimedia Commons

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FrauenHass bei Gauland · Weiß, Männlich, Hinterwald · Laurie Penny · Heather Heyer · Bitch Doktrin · Han Solo Shot First


Alexander Gauland im Januar 2014 by Metropolico.org [CC BY-SA 2.0 or CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

„Es ging gegen Merkel, das dürfte ihm gereicht haben.“

Über den FrauenHass von Alexander Gauland

Auszüge aus Späte Rache von Jens Schneider, Sebastian Pittelkow und Katja Riedel SZ

„Dieser Mann macht Menschen Angst, aber er will das gar nicht verstehen. […]

Alexander Gauland lächelt und schüttelt den Kopf. Angst? Er gibt sich arglos und beginnt seinen Auftritt zu erklären, als habe er nur politische Bonmots von sich gegeben. So wie im Wahlkampf, als er […] wünschte, Integrationsministerin Aydan Özoğuz in Anatolien zu entsorgen.

„Das ist metaphorisch gemeint“, sagt er. „Ich werde doch die als 76-Jähriger nicht die Kanzlerin mit der Flinte durch das Land jagen.“ […]

Seine Umgangsformen gelten als formvollendet. Er kann einen Handkuss platzieren, ohne dass es aufgesetzt wirkt, und gönnt sich das Vergnügen bei der Reporterin genauso wie bei der Parteifreundin.

In der AfD freilich ist sein Handkuss als politischer Todeskuss berüchtigt. Vor zwei Jahren bei AfD-Parteitag in Essen gratulierte er Frauke Petry mit Handkuss auf offener Bühne. […] Am Ende servierte er sie ab, wieder mit Handkuss, beim Bundesparteitag in Köln. […]

Als er 2013 die AfD mirgründete, zögerte er einige Tage, die Mitgliedschaft in der CDU zu kündigen. Er sprach von Schmerz, als schneide er sich etwas ab, was es gar nicht mehr gibt. Einige Monate später skandierte der Mann, dem man sich nie auf Demonstrationen vorstellen konnte, von einer Bühne: „Merkel muss weg!“ Seine Anhänger riefen es im Chor nach. […]

Sein Mission sieht er in der fundamentalen Opposition gegen die Partei Angela Merkels und alles, was sie im Land verändert hat.“

Späte Rache

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Richard Spencer by V@s from London, United Kingdom[CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

„Weiß, Männlich, Hinterwald“

Auszüge aus Wahlverwandtschaften SZ

Von Peter Richter

„Er rief „Hail our people“ und „Hail Victory“, im Publikum sah man Hitlergrüße, aber das war trotzdem heute, Gegenwart, und, so wie er es darstellte, sogar die Zukunft in Trumps Amerika. Der Mann heißt Richard Spencer und sieht sich als Vordenker der sogenannten Alt-Right-Bewegung, also Amerikas Neuer Rechter. […]

Nach der Trump-Wahl beugten sich dann alle mit großen Lupen über weiße Männer ohne College-Abschluss aus dem sogenannten Rust Belt. […] Dass „ohne Collegeabschluss“ nicht automatisch ungebildet und Arbeiter bedeutet, sondern vielleicht auch Firmeninhaber oder Handwerksmeister, muss einen ja nicht übertrieben stören, wenn da auf einmal so wunderbar unappetitlich ein Typus auf dem Seziertisch liegt, der sich betasten, bemitleiden oder abschreiben lässt: weiß, männlich, Hinterwald. […]

Seit der Bundestagswahl muss sich nun „der ostdeutsche Mann“ die Frage gefallen lassen, was mit ihm nicht stimme, dass er so überdurchschnittlich oft die AfD gewählt hat. […] Zählen AfD-Leute wie Björn Höcke oder Alexander Gauland auch dazu, obwohl die, wie das meiste Personal rechter Parteien im Osten, aus dem Westen stammen? […]

Da ist die „maskulin dominierte Zurückbleibergesellschaft“, die überall dort entstanden sei, wo die Fitteren weggegangen waren, vor allem junge Frauen.

Wahlverwandtschaften

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Laurie Penny with „Change The Story, Change The World“ on 2016-05-04 at re:publica in Berlin. | Photo by re:publica/Jan Zappner [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

„Nicht nur wütend“ Der Freitag

Laurie Penny im Interview mit Christopher Wimmer

Der Freitag: „Sie haben ein zorniges Buch geschrieben. Ab der ersten Seite von ‚Bitch Doktrin‘ springt einem die Wut entgegen. Sind Sie wütend?“

Laurie Penny: „Ich werde das häufiger gefragt. Die Frage nach der Wut finde ich spannend, gerade auch aus der Geschlechterperspektive. Frauen, LGBTI, aber auch schwarze Menschen müssen sich für ihren Ärger häufiger rechtfertigen. Sie werden angehalten, nicht zornig zu sein, ihre Wut herunterzuschlucken.

Männern wird hingegen zugestanden, wütend zu sein. Niemand fragt sie, warum sie wütend sind. Es gibt aber aktuell genügend Themen, über die gerade Frauen zornig sein können. Ich versuche, durch mein Scheiben auch diese Leute zu ermutigen, ihren Ärger auszudrücken.“ […]

„Eine Heldin, die nicht umsonst starb“

Der Freitag: „Die Antifaschistin Heather Heyer wurde in Charlottesville von Neo-Nazis getötet.“

Laury Penny: „Ja. Damit ist eine komplett neue Ebene erreicht.“

„Nicht nur wütend“

Bitch Doktrin Nautilus

By Laurie Penny

Weit davon entfernt, einen Kampf gegen »die Männer« zu führen, greift Penny den Status quo gezielt an: Es geht ihr um Fairness, Umverteilung von Vermögen, Macht und Einfluss – weitreichende Forderungen, die sie nicht abmildert, indem sie eine rosa Schleife darum bindet.

Bitch Doktrin

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‚Han Shot First‘ by Kyle Flood from Victoria, British Columbia, Canada (Day 34 – Han Shot First) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Was man sonst so macht, wenn man den eigenen Kindern kein Superdaddy war, weil man ein Superstar werden konnte.

Tanja Rest im Interview mit Harrison Ford

Auszüge aus Sternenklar SZ

„Seit ihn George Lucas Mitte der Siebziger auf dem Studiogelände von 20th Century Fox auflas, wo er sich als Zimmermann über Wasser hielt, und ihm die Rolle des Weltraumpiraten gab, ist es bekanntermaßen Fords große Ambition gewesen, Han Solo sterben zu sehen. Er musste vierzig Jahre warten, dann jagten ihm die Drehbuchschreiber endlich ein Laserschwert ins Herz. […]

„Wollen Sie wissen, was mich an Han Solo so gestört hat?“ Also gut. „Alle anderen, Prinzessin Leia, Luke Skywalker, alle haben lange Geschichten. Man weiß, wo sie herkommen, wer ihre Eltern sind. Aber Han Solo! Hat keine Mama. Hat keinen Papa. Glaubt nicht an die Macht. Seine einzige Aufgabe ist es, zur Macht bekehrt zu werden.“

Sternenklar


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