Was Für 1 Männlichkeit? | News September 2017

‚Gauchito Downhill‘ by Surfeando Tandil [GFDL or CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

MEN’S STUDIES MONTHLY

September 2017

DEUTSCH


Cavalry Kids‘ Day brings squadron families together | Photo by Staff Sgt. Kissta DiGregorio [Public domain], via Wikimedia Commons

Wie Waffen im Film auf Kinder wirken

Deutschlandfunk Nova

„Die Kinder, die Waffen im Film gesehen hatten, beschäftigten sich im Schnitt über 50 Sekunden mit ihr, drückten durchschnittlich fast drei Mal den Abzug und zielten mit der Waffe auch auf Personen. Die anderen Kinder beschäftigten sich dagegen nur etwas über 10 Sekunden mit der Waffe und versuchten kaum, sie abzufeuern.“

Wie Waffen im Film auf Kinder wirken

Das alltägliche Gemetzel in Film und Fernsehen

Süddeutsche Zeitung

„Eine Analyse erfolgreicher Filme hat ergeben, dass sich die Menge der Schießereien seit 1985 mehr als verdoppelt hat. Nötig wäre das nicht. In der aktuellen Studie ergaben Befragungen der Schüler, dass sie sich genauso gut unterhalten fühlten und die Filme ähnlich spannend fanden, wenn die Gewaltszenen daraus entfernt worden waren.“

Das alltägliche Gemetzel in Film und Fernsehen

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Tam in Pants | Gender Free World

GenderFreeWorld.com

UnisexFashion für Erwachsene

Gender Free World · Bethnals · Lane 45 · Katharine Hamnett

Bethnals.com

LaneFortyFive.com

KatharineHamnett.com

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Geschlechtsneutrale Kinder-Kleidung

John Lewis

Ein Londoner Kaufhaus unterscheidet nicht länger zwischen Jungen- und Mädchen-Kleidung und bietet eine geschlechtsneutrale Bekleidungslinie an.

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Tagung: Was ist das für 1 Männlichkeit? PDF

Männlichkeiten zwischen Selbst- und Fremdbildern

Heinrich Böll Stiftung · Gunda Werner Institut

Auf der Tagung analysieren wir, welche Selbst- und Fremdbilder von Männlichkeit existieren. Wie prägt Rassismus Bilder von Männlichkeit? Welche Geschlechterbilder und –konstrukte werden durch rechtspopulistische und rechtsextreme Gruppierungen propagiert? Wie kommen wir in Zeiten antifeministischen Gegenwindes voran auf dem Weg zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft? Welche Positivbeispiele von Männlichkeiten gibt es?

Programm

11:20 Uhr
Begrüßung | Henning von Bargen (Gunda-Werner-Institut) und Daniela Zocholl (Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt)

11:30 Uhr
Impulsreferat Selbstbild:
Die ‚1 Männlichkeit‘: Eindeutig uneindeutig! Zur Konstruktion von Männlichkeitsbildern
Dr. phil. Andreas Heilmann (Institut für Soziologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena)

12:00 Uhr
Impulsreferat Fremdbild:
Rassifizierte Bilder über migrantische Männlichkeiten
Birol Mertol (FUMA Fachstelle Gender NRW)

12:30 Uhr
Erstarkender antifeministischer Gegenwind: eine Bestandsaufnahme
Dayana Lau (Institut für Pädagogik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und Dr. Klemens Ketelhut (Heidelberg School of Education)

13:00 Uhr
Edutainment | Mutlu Ergün-Hamaz (Phoenix Trainer, Autor, Performer)

14:00 Uhr
Trump und Bundestagswahl. Eine Analyse zum Zusammenhang zwischen rechten Wahlerfolgen und Geschlecht
Andreas Kemper (Publizist, Institut für Soziologie, Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

14:40 Uhr
Sind alte weiße Männer das neue Feindbild? Kurzdiskussion zum vorherigen Referat
Moderation Jörn Dobert (Bildungsreferent für Geschlechterdemokratie bei umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg)

15:10 – 16:00 Uhr
Positivbeispiele Männlichkeitsentwürfe

Workshop 1
Heroes – junge Männer aus patriarchalen Strukturen gegen Unterdrückung im Namen der Ehre
Yılmaz Atmaca (Theaterpädagoge, Familientherapeut, HEROES Gruppenleiter Berlin)

Workshop 2
Hausmeister und Fussballspieler? Zum Umgang mit Männlichkeitsvorstellungen in Einrichtungen der Kinderbetreuung“
Alexander Bentheim (Coach, Publizist, Fachberater für Männer-, Väter- und Jungenarbeit)

Workshop 3
(k)Ein Problem? Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Kontext von Jungenarbeit
Nico Kerski (Landeskoordinator SCHLAU Niedersachsen, Vorstand im Bundesverband Queere Bildung)

Workshop 4
Zwischen Einhegung und Herstellung von Männlichkeit(en): Potentiale und Ambivalenzen der Sportförderung
Hans Berner (Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität zu Berlin)

Workshop 5
Daddy cool – Engagierte Väter am Beispiel einer marokkanischer Männergruppe in NRW
Antonio Diáz (Bildung-Integration-Familien-Frauen-BIFF e. V. Dortmund)

16:30 Uhr
Edutainment | Mutlu Ergün-Hamaz (Phoenix Trainer, Autor, Performer)

16:45 Uhr
Podiumsdiskussion: Wie können wir patriarchale Strukturen kritisieren und überwinden, ohne (rassistische) Stereotype zu bedienen und zu erneuern? Es diskutieren:

  • Michael Tunç (Netzwerk Männlichkeiten, Migration und Mehrfachzugehörigkeit, Väter in Köln e.V.)
  • Dr. Delal Atmaça (Vorsitzende und Sprecherin bei DaMigra – Dachverband der Migrantinnenorganisationen)
  • Prof. Dr. Rolf Pohl (Institut für Soziologie, Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie, Leibniz Universität Hannover)
  • Gabriel Fréville (Projektleiter movemen – empowering male refugees, Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer und Väter e.V.)

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Reconstitution of a prehistoric tumb. Two women in the twenties or early thirties, both featuring traumatic injuries to the skull. One believed to have been buried while still alive. Characteristic floor covered with shellfishes and antler roof. | Photo by Rama, Wikimedia Commons, Cc-by-sa-2.0-fr [CeCILL or CC BY-SA 2.0 fr], via Wikimedia Commons

Steinzeit für immer FAZ

Männer sind Jäger, Frauen Sammler? Was für ein Unsinn. Warum sich das Bild verändern muss, das wir uns von unseren Urahnen machen – und von der Rolle von Frau und Mann.

‚Anti-Emanzipatorische Argumente‘ von Julia Voss

„Im Männerdorf der Anthropologie fand man nichts dabei, sich die Urzeit wie das Ohio oder Augsburg der fünfziger Jahre vorzustellen – mehr noch, man hielt es für besonders einleuchtend. Je größer die Rolle von Männern in der Menschheitsgeschichte wurde, desto näher schien die Vorstellung von der Urzeit an der Wirklichkeit zu liegen. Je mehr es die Geschlechterrollen der Gegenwart verstärkte, desto plausibler schien es die Vergangenheit zu beschreiben. […]

Eines der prominentesten Beispiele sind die Agta, ein Volk, das auf den Philippinen lebt. Die Frauen tragen Macheten, sie jagen mit Pfeil und Bogen, auch dann noch, wenn sie schwanger sind. Die Beute sind Wildschweine und Hirsche, die Mädchen fangen kurz nach der Pubertät mit dem Jagen an. Kinder werden auch mitgenommen, huckepack auf dem Rücken.

Umgekehrt gibt es natürlich auch in vielen Kulturen sammelnde Männer. Sammler, Frauen wie Männer, brauchen Gefäße, Taschen, Mörser, Messer, sie müssen wie Jäger ausschwärmen und beobachten, es spricht also auch nichts dafür, dass Sammeln kein Motor für Erfindungen sein kann.“

Steinzeit für immer


Men’s Studies

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