Wie Männerrunden Frauen von Karrieren ausschließen

Der glimmende Docht: ‚Die Logenbrüder‘ by Lovis Corinth 1898 [Public domain], via Wikimedia Commons

Sexistisch? Wir doch nicht!

Vermeintlich aufgeklärte Männer glauben, dass Sexismus längst überwunden sei – und gehen nach Feierabend mit dem Chef Bier trinken und Fußball spielen. Wie Männerrunden noch immer Frauen von Karrieren ausschließen.

Gastbeitrag von Alina Herbing Süddeutsche Zeitung

„Gerade dort, wo sich traditionelle Geschlechterbilder in der Auflösung befänden, käme Männerrunden jedoch eine besondere Bedeutung zu. Dort könnten sie sich nämlich gegenseitig der Adäquatheit eigener Einstellungen versichern. Je unbewusster dies geschehe, desto effektiver sei es. Das Reflektieren des eigenen Verhaltens würde Männerrunden also, zumindest teilweise, obsolet machen, weshalb weitestgehend darauf verzichtet werde.

Ich weiß nicht, worüber in Männergemeinschaften gesprochen wird, weil sie durch meine Teilnahme aufhören würden zu existieren. Schon die Anwesenheit einer oder weniger Frauen verändere das Kommunikationsverhalten.“

Süddeutsche Zeitung

[http://www.sueddeutsche.de/kultur/sexismus-im-literaturbetrieb-sexistisch-wir-doch-nicht-1.3602049]


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