Weder Mannhaft noch Wehrhaft: Die Verlorene Männlichkeit des Rechtspopulismus

Björn Höcke by Alexander Dalbert [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Weder Mannhaft noch Wehrhaft

Die Verlorene Männlichkeit des Rechtspopulismus

Mein Bruder ist Journalist (carstenjanke.de) und wenn ihm bei seinen Recherchen das Wort ‚Männlichkeit‘ begegnet, muss er immer an mich denken! In letzter Zeit also fast jeden Tag. Ich liebe ihn!

Hier seine Fundstücke zur AFD, die „im neuen Berliner Abgeordnetenhaus 24 Abgeordnete hat, darunter zwei Frauen…“.

„Das grosse Problem ist, dass Deutschland, dass Europa ihre Männlichkeit verloren haben. Ich sage, wir müssen unsere Männlichkeit wiederentdecken! Denn nur, wenn wir unsere Männlichkeit wiederentdecken, werden wir mannhaft. Und nur, wenn wir mannhaft werden, werden wir wehrhaft. Und wir müssen wehrhaft werden, liebe Freunde!“

Zitat Björn Höcke ab 1:21min

Die Zeit Auszug

Männersache

Die AfD wird fast nur von Männern gewählt, auch bei Pegida sind wenige Frauen. Warum eigentlich?

Ludwig Greven

„Römmele sieht aber auch inhaltliche Gründe für einen Geschlechterunterschied: Die aggressive Rhetorik der AfD, vor allem in der Flüchtlings- und Ausländerfrage, mit ihrer Nähe zur Gewalt ziehe einen bestimmten Typus von Männern an, die um ihren Status und Platz in der Gesellschaft bangen. „Frauen lehnen das Gewaltsame ab.“

Das gleiche gelte für die starken Hierarchien in solchen Parteien. Auch die entsprächen männlichen, nicht weiblichen Rollenbildern. Viele Frauen seien zudem stark zivilgesellschaftlich engagiert, auch in der Flüchtlingshilfe. „Das verschafft ihnen einen differenziertes Bild, das mit der einfachen Programmatik und Rhetorik der AfD nicht vereinbar ist. […]

Das sei bei rechtspopulistischen Parteien in anderen europäischen Ländern ganz genauso. Die Haltung, mit dem bisherigen System müsse endlich „Schluss sein“, jetzt helfe nur noch Protest der „schweigenden Mehrheit“, sei überaus attraktiv für verunsicherte, wütende Männer, die sich nach einer festen Orientierung sehnen. […]

Dann verweist er darauf, dass die Rechte, zu der die AfD zählt, insgesamt stark männerlastig sei. So gingen bei den Pegida-Demos, die er mit Mitarbeitern beobachtet hat, 75 bis 80 Prozent Männer mit. „Männer springen auf den rechten Politikstil mit klaren Ansagen und ohne jede Empathie für andere gesellschaftliche Gruppen an.“ Frauen dagegen seien empathischer für das Leiden anderer, vor allem wenn es sich um Frauen und Kindern handele, wie bei den Flüchtlingen.“ Read more …


Die Zeit Auszug

Alphabet des rechten Denkens

Nationalistische Politiker wollen die Demokratie aushöhlen. Sie instrumentalisieren dabei sowohl linke als auch konservative Kritik. Eine Liste ihrer Kampfbegriffe

Thomas Assheuer

L wie ‚Liberalismus‘:

„Liberale Politik verleiht der menschlichen Selbstsucht die höheren rechtlichen Weihen. Sie herrscht durch Entpolitisierung, kehrt Konflikte unter den Teppich oder entschärft sie zum bloßen Meinungsstreit. Anstatt über national-existenzielle Fragen zu streiten, streiten liberale Einheitsparteien über Mülltrennung und Genderklo.

Dadurch feminisieren sie die Gesellschaft und treiben ihr den Kampfeswillen aus. Postheroisch entmännlichte Gesellschaften kennen ihre Feinde nicht und sind gegenüber dem Islam nur bedingt abwehrbereit. „Es ist höchste Zeit, dass das deutsche Volk zu seiner verlorenen Männlichkeit zurückfindet“ (AfD).“ Read more …

Süddeutsche Zeitung Auszug

Liebe und Sex in Zeiten der AfD

Wen AfD-Wähler hassen, wissen wir. Doch wie und wen lieben sie? Und an welchen ungewöhnlichen Orten hatten sie Sex? Eine neue Studie liefert erstaunliche, möglicherweise wahlentscheidende Antworten.

Alena Schröder

„AfD-Wählerinnen finden übrigens Handwerker am attraktivsten, während männliche AfD-Wähler auf Krankenschwestern abfahren. […] Wenig überraschend ist die Tatsache, dass die Berufsgruppe der Journalisten für männliche wie weibliche AfD-Wähler am unattraktivsten erscheint im Vergleich mit anderen Wählergruppen.“ Read more …


Abschließend ein Artikel von Norbert Mappes-Niediek, den mir Norbert Mappes-Niediek höchstpersönlich auf Facebook empfohlen hat. Vielen Dank dafür!

Frankfurter Rundschau Auszug

Die rechte Angst vorm Holzpenis

Im „Genderwahn“ werden Kinder sexualisiert, um die natürliche Geschlechterordnung zu zerstören – ein Lieblingsirrsinn der neuen Rechten. Wer betreibt die große Sexualisierung eigentlich?

Norbert Mappes-Niediek

„Geschlechtlichkeit nimmt seit etwa 2005 in Europas neuen rechten Organisationen und Parteien hinter der Zuwanderung den zweiten Platz ein. Religion ist dabei nicht das Thema: Radikale Baptisten wie die aus Salzkotten werden von einer Mehrheit auch der Rechten eher beargwöhnt. Von der „Sexualisierung“ führt vielmehr eine gefühlsmäßige Brücke über die Homosexualität zum Gender Mainstreaming.

Verbunden sind die auf den ersten Blick so unterschiedlichen Themen über das Gefühl, die eigene sexuelle Natur werde manipuliert. Arglose Kinder werden sexualisiert, unsichere Jugendliche verschwult. Männer werden verweiblicht, Frauen vermännlicht. […]

Mit den Publizistinnen Gabriele Kuby und Eva Herman, der Journalistin Birgit Kelle und dem Blogger Hadmut Danisch hat die sexualpolitische Bewegung ihre Meinungsführer. Das Internet-Portal „Wikimannia“ baut mit zig Artikeln an einem in sich schlüssigen Denkgebäude. In Österreich schuf sich die frühere FPÖ-Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz mit einem schmalen Sachbuch über „MenschInnen“ eine Fangemeinde. Solche Galionsfiguren gibt es einige. Am bekanntesten ist die 75-jährige Dale O’Leary in den USA.“ Read more …


The Greatest Gift To Men | News November 2018
Das Menetekel über dem Podium: The Death Of Graffiti | Podcast, BibelStory und Résumé
The Ministry of Men | News March 2018
It Makes Me Cry In A Cool Way | Harry Styles
How Movies Teach Manhood / Colin Stokes
Two Years Of Killing Myself
DeutschHoden · Über die massive Männlichkeit des Bohemian NaziProlls
Söhnlein Brillant: Die fantastischen VideoEssays von Jonathan McIntosh
Echte Kerle, Lila Pudel und Fotzenknechte

Men’s Studies

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