Machonomics / Katrine Marçal

katrine marcal

Katrine Marçal

Machonomics (PDF)

Gaby Mayr über Machonomics / Deutschlandradio

Der rationale und egoistische Mensch der Ökonomie, der „economic man“, ist vor allem eins: ein Mann. Und er funktioniert wie ein Mann.

Quotes:

Über Adam Smith: „Den Großteil seines Lebens verbrachte der Vater der Nationalökonomie bei seiner Mutter. Sein Abendessen bekam er nicht nur deshalb, weil die Händler mittels Tauschhandel ihre Eigeninteressen verfolgten, sondern vor allem, weil seine Mutter es ihm allabendlich servierte.“

„Kein Aspekt der weiblichen Biologie prädestiniert die Frau für unbezahlte Hausarbeit. Oder dafür, ihren Körper für einen lausig bezahlten Job im öffentlichen Sektor zu schinden. Will man den globalen Zusammenhang zwischen ökonomischer Macht und dem Besitz eines Penis legitimieren, muss man woanders suchen.“

„Außerhalb der unsichtbaren Hand befindet sich das unsichtbare Geschlecht. Die Frau ist „das Andere“. Das, was er nicht tut, doch worauf er angewiesen ist, um tun zu können, was er tut.“

„Sigmund Freud behauptete tatsächlich, Frauen könnten von Natur aus besser putzen. Dies führte der Vater der Psychoanalyse auf den der Vagina anhaftenden Schmutz zurück.“

„Der ökonomische Mann ist rational, vernunftgesteuert, tut nichts, was er nicht tun muss. Und tut er es doch, dann um Befriedigung zu verspüren oder Schmerz zu vermeiden. Er schnappt sich, was er kriegen kann. Und setzt alles daran, zu gewinnen, andere zu überlisten.“

Über neoliberale Theoriebildung und Kunstfiguren wie den Homo Oeconomicus:

„Wenn wir alle rationale Individuen sind, erübrigen sich Fragen nach Rasse, Klasse und Geschlecht. Denn wir sind frei. So wie die Frau im Kongo, die in Sex mit Milizsoldaten einwilligt – für drei Konservendosen.“

„Ganz gleich, wie ausgefuchst die Modelle der Ökonomen auch sein mögen: So lange sie auf Annahmen basieren, die nichts mit der Realität zu tun haben, werden sie nichts über die Realität aussagen können.“


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