Die Pornographie der Gesellschaft / Sven Lewandowski

sven lewandowski

Sven Lewandowski

Die Pornographie der Gesellschaft (PDF)

Sven Lewandowski im Interview bei Radio Corax

Quotes:

„Frauen handeln in der Pornographie so, wie Männer es wünschen, und sie handeln so, dass Männer entindividualisiert, entsubjektiviert und ihren Trieben unterworfen werden.“

„Ein Großteil der pornographischen Szenen beschreibt in symbolischer Weise den Verlust des Penis‘ an die Frau; die Extrakorporalität der […] abschließenden Ejakulation symbolisiert hingegen eine Art Wiederermächtigung des Mannes.“

„Liest man die prototypische Interaktion als ein Mikrodrama des Geschlechtlichen und insbesondere der Männlichkeit, so wird die Vorstellung souveräner männlicher Subjektivität zweifelhaft – zeigt doch die Pornographie immer wieder wie wenig gefestigt männliche Subjektivität zu sein scheint, da sie allzu leicht sexuellen Verlockungen unterliegt.“

„Der homosexuelle Subtext kann jedoch ‚gerettet‘ werden, indem weibliche Körper gleichsam als ein Medium latenter Homosexualität fungieren: Männer verkehren nicht miteinander, sondern gleichzeitig mit derselben Frau. Der Körper der Frau dient sowohl als Bindeglied als auch als Puffer zwischen ihnen.“

Zum Buch:

Über Pornographie wird gerade vor dem Hintergrund ihrer popkulturellen Normalisierung heftig gestritten. Zugleich mangelt es aber bislang an einer gesellschaftstheoretischen Durchdringung des Phänomens der zeitgenössischen Hardcore-Pornographie. Anstatt fruchtlose moralische Debatten fortzuspinnen, stellt Sven Lewandowski die Frage nach dem Verhältnis der modernen Gesellschaft zu ›ihrer‹ Pornographie auf neue Weise. Aus soziologischen, psychoanalytischen und systemtheoretischen Perspektiven zeigt er, dass Pornographie von latenten Bedeutungsgehalten lebt und den Wandel des Sexuellen sowohl reflektiert als auch vorantreibt.


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